Das Heilungsprinzip in der klassischen Homöopathie
Was bedeutet Heilung?
Hahnemann sagt dazu:
"Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit, oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachtheiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen."
Erfahrungsgemäß hat eine Behandlung dann eine gute Langzeitprognose, wenn ein Heilungsprozess von "innen nach außen" und von "oben nach unten" beobachtbar ist. Das bedeutet; lebenswichtige innere Organe (z.B. Herz, Nieren) werden früher eine positive Entwicklung erkennen lassen, als Gelenke oder Haut, die im Außen liegen und weniger lebenswichtig sind. (Hering'sche Regel)
Ein weiterer Hinweis auf eine positive Entwicklung ist das Verschwinden der Symptome in umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens. Das bedeutet; alte Symptome, die ein Patient in früheren Zeiten schon einmal hatte, können wieder auftreten. Meist sind dies Symptome von Erkrankungen die nicht auf natürlichen Weg ausheilen konnten.
Wenn frühere Behandlungen den umgekehrten Verlauf bewirkt haben (Verschlechterung des Gesamtzustandes durch Unterdrückung der Symptome), kann es während des Heilungsprozesses besonders im Bereich der Haut oder Schleimhäute zu vorübergehenden Reaktionen kommen.
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